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Meine neue Nähmaschine

Nach 8 Wochen Testzeit mit meiner „Neuen“ gibt es nun endlich meinen Erfahrungsbericht dazu 😊

Fast 4 Jahre hatte ich nun auf meiner ersten eigenen Nähmaschine, einer Singer Brilliance, viel genäht. Sie hat so ziemlich alles mit mir mitgemacht. Aber jetzt kam dann wohl doch ihr Ende. Es hieß also „Eine Neuen muss her!“

Nun stand aber die große Frage im Raum „Welche Maschine soll es denn werden?“ „Wie viel möchte ich denn ausgeben?“ Also hieß es nun erstmal alle Wünsche für eine neue Maschine zusammentragen.

Sie sollte auf jeden Fall viel Power haben, damit sie locker mehrere Lagen Stoff schafft.
Außerdem war es mir wichtig, dass ich den Nähfußdruck sowie die Fadenspannung regulieren kann und sie einen großen Stoffdurchgangsraum hat. Denn gerade beim Taschen nähen braucht man manchmal viel Platz.

Und dann gab es da den tollen Tipp aus meinem Stammteam, dass ich mir doch mal die JANOME Memory Craft 6700P anschauen soll. Ja, was soll ich sagen… sie hat mich von Anfang an begeistert. Schon ihre Optik verriet mir, dass das kein leichtes Teilchen ist. Aaaaber der Preis… Wollte ich soviel für eine Nähmaschine ausgeben? Eigentlich nicht. Also wieder hin und her überlegt, wieder andere Maschinen angeschaut. Das war doch alles nicht das Richtige. Ich hatte mich halt schon verliebt 😀

Dann kam die entscheidende Kraft zu Hause, mein Mann. Er war ebenfalls für diese Maschine. Und die Möglichkeit, dass man beim Nähpark 60 Tage Zeit hat, zu probieren, erleichterte die endgültige Entscheidung, diese Janome zu bestellen. Gesagt, getan.

JANOME Memory Craft 6700P

Es dauerte nur wenige Tage und mein neues Spielzeug war da. Gleich von Anfang an war ich begeistert von ihr. Klar, sie wiegt wahrscheinlich das Doppelte im Vergleich zur Singer, aber genau deshalb wollte ich sie ja haben. Sie ist kraftvoll, nicht zuletzt, weil sie einen Flachbett Vollaluminiumkörper hat, was natürlich zu einem ordentlichen Gewicht führt. Dadurch hat sie auch keinen Freiarm. Das machte mir anfangs große Sorgen. Nutzte ich diesen doch zu gerne an meiner Singer. Aber im Prinzip hat ja jede Nähmaschine einen nutzbaren kleinen Freiarm – den Nähfuß. Also nutze ich nun diesen 🙂

Nun hieß es erstmal den riesigen Karton leer zu bekommen. Die JANOME kommt nämlich mit ganz viel Zubehör. Am meisten “geschockt” hat mich wohl der riesige Anschiebetisch. Mit so einer Größe hatte ich einfach nicht gerechnet. Hätte ich mir wohl aber denken können, schließlich ist die MC 6700P besonders für das Quilten geeignet. Und dort braucht man nun mal “Größe” 😀

Zudem sind 3 verschiedene Stichplatten, 18! verschiedene Nähfüße und allerhand Kleinkram dabei. Zusätzlich gibt es eine Abdeckhaube und einen Kniehebel. Sogar der Fußanlasser hat mich begeistert. Dieser hat ein angenehmes Format und ist größer als üblich. Da gibt es kein “Danebentreten” mehr.

Nachdem alles ausgepackt und inspiziert wurde, musste ich sie gleich mal anschließen. Ich war Feuer und Flamme für alles. Super viele Funktionen, überall Knöpfe und Möglichkeiten etwas einzustellen. Ganz toll finde ich auch das horizontale Einlegen der Unterfadenspule und die durchsichtige Abdeckung dieser. So sieht man tatsächlich, ob die Spule gleich leer ist, ohne sie ständig herausholen zu müssen. Was natürlich als Erstes beim Anmachen ins Auge viel, war die tolle Ausleuchtung der Arbeitsfläche.

Schnell habe ich verschiedene Stiche und Materialien getestet. Beim Nähen von Kunstleder war mir ganz schnell klar, dass ich einen weiteren Nähfuß benötige. Für die Janome-Maschine gibt es nämlich ein Antihaft-Set. Dieses beinhaltet einen Teflon-Fuß und eine Antihaft-Sichplatte. Als diese dann da waren, traute ich mich an mein erstes großes Projekt. Eine neue Tasche sollte es werden. Da hatte ich die Möglichkeit verschiedene Materialien und mehrere Lagen zu testen. Alles nähte sich wunderbar. Nun kam der letzte Schritt – das finale Absteppen. Ihr könnt euch sicher denken, dass ich echt Bammel hatte, aber dazu gab es überhaupt keinen Grund. Die dickste Stelle an der Tasche befand sich an den Trägern, dort trafen inklusive Nahtzugaben insgesamt 12 Lagen (6x Kunstleder, 4x Canvas, 2x S320) aufeinander. Vorsichtig habe ich mich herangetastet und das Maschinchen hat es geschafft. Natürlich werde ich das nicht auf Dauer machen, aber so habe ich wenigstens keine Angst, wenn es mal wieder ein paar Lagen mehr werden. (Diesen Schnitt habe ich übrigens angepasst, so dass nun an dieser Stelle nicht mehr so viele Lagen aufeinander treffen 😉 ) Was ich nun noch nicht ausprobiert habe, ist Leder. Aber ich denke, dass sie auch das mit der richtigen Nadel schafft.

Mein Fazit also: Ich bin glücklich mit meiner neuen Nähmaschine und würde sie keinesfalls wieder hergeben. 🙂 Und nun finde ich den Preis auch völlig gerechtfertigt.

Und nun wünsche ich euch einen wundervollen Abend 🙂

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